Mittwoch, 18. November 2009

Unter Druck ...

... und unterdessen unglaublich müde bin ich. Ich habe ein kaum zu bewältigendes Programm, seit meine Mutter gestorben ist.

Am Montag bin ich in Zürich, um meiner Mutter Wohnung zu räumen - meine Brüder sind beide 100% berufstätig und haben noch schulpflichtige Kinder, sodass sie kaum Zeit haben, mir zu helfen. Am Dienstag kommt die Spitex; am Mittwoch bekomme ich meine Chemo, von der ich mich donnerstags erholen muss. Am Freitag bin ich wieder in Zürich mit Räumen beschäftigt, am Samstag kommt "mein bisschen Haushalt" zum Zuge. Und sonntags kann ich mich manchmal erholen ... wenn ich nicht wieder nach Zürich fahre, weil sich meine Brüder Zeit nehmen, mir beim Räumen zu helfen (und ich umständehalber eben den besten Überblick habe).

Manchmal denke ich, dass ich mit dem Krebs und den Nebenwirkungen der Chemo eigentlich schon genug zu tun hätte. Aber nur manchmal. So langsam zeigt sich ja der berühmte Silberstreifen am Horizont; bis Ende Monat wird die Wohnung geräumt sein, und die Malerarbeiten können beginnen! Dann kann die Putzequipe ihres Amtes walten, und schon ist die Wohnung bereit für die Nachmieter...

Kommentare:

Allerleirauh hat gesagt…

Pass auf dich auf!
Liebe Grüsse, Allerleirauh

Ann hat gesagt…

Liebe Katarina

Ich kann dir keinen Tip geben, es läuft meistens so wie es eben laufen soll. Ich sag dir auch, pass auf dich auf und in gedanken bin ich viel bei dir....hast du post bekommen? Die macht dir vielleicht ein bisschen freude, hoffe ich.

Ich drück dich gaaaanz lieb und schicke liebe grüsse
lee-ann

mo hat gesagt…

Oh menno - wenn's kommt, dann oft dick.
Aber lieber geballt und danach ist dann erst einmal Ruhe, als tröpfchenweise und jeden Tag was Neues, das man nicht braucht...

Wahrscheinlich hält das Schicksal Dich für stark genug.
Und anscheinend bist Du es auch.

Wobei - ich nehme mir nicht das Recht, zu urteilen - aber ein wenig sauer stößt es mir schon auf - die einen haben Kinder (und Ehefrauen und Freunde)und die anderen halt "nur" Krebs.

Würdest Du im Spital liegen, könntest Du es auch nicht für die anderen wuppen.
Was wäre dann?

Aber ich will das jetzt nicht vertiefen - nur - könnte es sein, daß Du vielleicht auch mal das "Nein" oder " OK - aber nur bis hierher und nicht weiter" Sagen üben solltest?

Bin ja schon still ...
fällt mir aber bei Menschen, die ich mag, ein wenig schwer.
Das muß ich wohl noch (unter anderen vielen Dingen) üben ;-))

Bussi
mo

Dany, die mit den Katzen strickt. hat gesagt…

Liebe Katarina
Ich bin da gleicher Meinung, vielleicht solltest Du das NEIN sagen üben. Das tut unendlich gut und man spürts direkt an sich selber. Bitte halte Sorge zu Dir, in erster Linie kommt DU selber! Ich denke auch oft an Dich, obwohl wir uns nicht kennen. Ich bewundere Deine Hartnäckigkeit, Deine Ausdauer und Deine Stärke. Setze sie nicht aufs Spiel ...
Schicke mal wieder ein grosses Kraftpaket zu Dir und hoffe dass es ankommt.
Liebi Grüess
Dany

Claudine hat gesagt…

aber hallo?! Deine Brüder könnten ruhig in die Hosen steigen, werden ja auch noch Frauen dahinter sein! Exgüsi, aber du "arbeitest" gerade auch 100 Prozent, und zwar an deiner Gesundheit!!! Bitte übernehme nicht zu viel, deine Brüder müssen sich halt organisieren, man kann z.b. auch Ferien nehmen für solche Aktivitäten. Sorry, habe mich eben ein bisschen ereifert...ich wünsche dir viel Kraft für "Nein" und " ich kann jetzt nicht"!
Gruss Claudine

Richi hat gesagt…

bitte pass unbedingt auf dich auf, du musst wirklich nicht dreimal so viel tun wie deine gesunden Brüder.
Liebe Grüße
Richi