Heute vor einem Monat bin ich operiert worden, vor einer Woche bekam ich die erste Chemotherapie - und nichts ist mehr, wie es einmal war. Damit gilt es jetzt klarzukommen (tu ich auch, so gut ich kann)!
Die letzten Tage waren wirklich nur schwer zu überstehen, aber die herzliche Anteilnahme meiner Familie und Freund(inn)en, die kreative, liebevolle Geduld meines Partners und viele Zeichen der Verbundenheit haben das Ganze erträglich gemacht. Und schliesslich will ich ja gesund werden!
Es geht l-a-n-g-s-a-m besser; hach, ich könnte eine Riesenportion Geduld brauchen, und zwar sofort! Ich fürchte allerdings, die werde ich nun mühsam lernen müssen. Ich hatte zwar schon immer viel Geduld mit (alten) Menschen und Kindern, Tieren, Pflanzen usw., aber ich bin überhaupt nicht daran gewöhnt, mit mir selbst geduldig zu sein :-(
Vielleicht ist es nun wirklich endlich an der Zeit, mir einen anderen Lebensstil anzueignen. Nicht mehr ständig zu rennen, auch mal Nein zu sagen. Schliesslich heisst es ja: Liebe deine/n Nächsten wie dich selbst - nicht statt dich selbst!
Unterdessen ist ein Päckli von Zizi bei mir eingetroffen mit einem raffinierten handgestrickten Chemo-Turban und einem wunderschönen Perlen-Etui (mit Pflästerli drin). Ganz, ganz herzlichen Dank!
Von einer meiner Tanten habe ich eine ganze Menge Klöppelspitzen-Motive erhalten, die ich - sobald ich mich wieder besser fühle - wohl zur Dekoration von Duftkissen, Strickbeuteln o.ä. verwenden werde.
Und eben - Bilder folgen noch... ;-)
Besonders gefreut habe ich mich über den Besuch von Brigitte heute Nachmittag, die sich weder über meinen schlappen Zustand noch über das Chaos in Haus und Garten ereifern mochte - danke, du Liebe, dass du dir Zeit für mich genommen hast! Es waren schöne Stunden mit dir!
Montag, 29. Juni 2009
Dienstag, 23. Juni 2009
Immer noch üble Zeiten...
... ich entwickle völlig neue K...-Techniken, ehrlich. Ist nämlich gar nicht so einfach, mit dieser ungewohnten Art von Ganzkörper-Übelkeit umzugehen.
Dazu ist es auch noch saukalt; wir haben den Kachelofen eingeheizt. Draussen hat's heute Nachmittag so halb geschneit bei knapp 9°. Das schlägt grad auch noch aufs Gemüt.
Trotzdem geht's heute etwas besser, vielleicht oder gerade wegen der vielen lieben Genesungswünsche, die ich hier im Blog und auch zuhause erhalten habe. Gleich drei Päckli sind bei mir eingetroffen - von meiner Tochter, von einer meiner Verlags-Kolleginnen und von Rita von der Spinn-Webstube - herzlichen Dank! Bilder folgen, sobald ich mich dazu imstande fühle.
Dazu ist es auch noch saukalt; wir haben den Kachelofen eingeheizt. Draussen hat's heute Nachmittag so halb geschneit bei knapp 9°. Das schlägt grad auch noch aufs Gemüt.
Trotzdem geht's heute etwas besser, vielleicht oder gerade wegen der vielen lieben Genesungswünsche, die ich hier im Blog und auch zuhause erhalten habe. Gleich drei Päckli sind bei mir eingetroffen - von meiner Tochter, von einer meiner Verlags-Kolleginnen und von Rita von der Spinn-Webstube - herzlichen Dank! Bilder folgen, sobald ich mich dazu imstande fühle.
Montag, 22. Juni 2009
Erste Chemo ist drin ... oh je!
Heute Nachmittag wurde nochmals die Lage des Ports überprüft. Soll in Ordnung sein. Die Schmerzen wurden mit Nervenreizung erklärt - leuchtet ein. Ich bekam diverse Medikamente, u.a. Anti-Brechmittel. Dann wurde die Chemo angehängt.
Am Anfang ging es ganz gut. Aber jetzt fühle ich mich mies. Mir ist übel, ich habe einen Druck auf dem Magen und es würgt mich - trotz Medis. Ich habe gar nicht gewusst, dass einem dermassen schlecht sein kann....
Ich halte mich heute deshalb kurz; ich glaube, ich gehe bald ins Bett und hoffe, dass der Schlaf die Übelkeit überdecken möge. Vielleicht geht es morgen ja wieder besser.
Danke für alles Mittragen!
Am Anfang ging es ganz gut. Aber jetzt fühle ich mich mies. Mir ist übel, ich habe einen Druck auf dem Magen und es würgt mich - trotz Medis. Ich habe gar nicht gewusst, dass einem dermassen schlecht sein kann....
Ich halte mich heute deshalb kurz; ich glaube, ich gehe bald ins Bett und hoffe, dass der Schlaf die Übelkeit überdecken möge. Vielleicht geht es morgen ja wieder besser.
Danke für alles Mittragen!
Sonntag, 21. Juni 2009
Unsere drei neuen pelzigen Mitbewohner(inn)en
Gestern haben wir unsere neuen Mitbewohnerinnen bei Ursula Glauser abgeholt. Sie wohnt mit ihrer Familie, zahlreichen Satin-Angora-Kaninchen, Hühnern, Pfauen, Katzen und Milchschafen in einem kleinen Paradies zwischen Langenthal und Herzogenbuchsee. Ich fühlte mich bei ihr sofort wohl und war dankbar für die vielen Tipps, die sie mir bezüglich der Haltung und Pflege von Satin-Angoras mitgegeben hat.
Das sind unsere drei Satin-Angora-Kaninchen. Im Hintergrund eine anthrazit-farbene, vorne links eine himi-farbene Häsin, die beide noch keinen Namen haben. Vorne rechts das chocolat-wildfarbene Böckli, das auf Vorschlag von Regina den Namen Sprüngli bekommen hat (danke, Regina - dein Vorschlag ist wirklich nicht zu toppen!).
Hier der gefrässige Sprüngli mit seinem himi-farbenen Gspänli - sie hatte laut der Züchterin einen nicht ganz einfachen Start ins Leben, hat sich aber tapfer geschlagen und soll es jetzt bei uns weiterhin gut haben, um gross und stark zu werden!
Da wirkt die praktisch gleichaltrige anthrazit-farbene Häsin doch sehr viel robuster, oder? Sind die drei nicht einfach zum Knuddeln? Und die haben das auch noch gern ;-)
Warum die Tierchen so strubbelig aussehen? Das hat einen ganz einfachen Grund: Ursula hat sie freundlicherweise gleich noch geschoren. Das Babyhaar sei (anders als bei Schafen, Alpacas usw.) höchstens zum Filzen zu gebrauchen. Aber ich habe sie natürlich mitgenommen, damit ich gleich etwas auszuprobieren habe, sobald ich mich wieder etwas besser fühle.
Dazu hat sie mir noch einen Beutel voller "erwachsener" Satin-Angora-Wolle mitgegeben. So kann ich schon mal ein wenig spinnen und sehen, wie ich mit dieser wunderbar weichen, seidigen Faser zurechtkomme. Diese Wolle ist einfach ein Traum!
Und ja, ich geb's ja zu: Die knapp fünf Stunden Autofahrt (Hin- und Rückweg) waren vermutlich einfach zu viel für mich, deshalb vielleicht auch meine nächtlichen Beschwerden...
Das sind unsere drei Satin-Angora-Kaninchen. Im Hintergrund eine anthrazit-farbene, vorne links eine himi-farbene Häsin, die beide noch keinen Namen haben. Vorne rechts das chocolat-wildfarbene Böckli, das auf Vorschlag von Regina den Namen Sprüngli bekommen hat (danke, Regina - dein Vorschlag ist wirklich nicht zu toppen!).
Hier der gefrässige Sprüngli mit seinem himi-farbenen Gspänli - sie hatte laut der Züchterin einen nicht ganz einfachen Start ins Leben, hat sich aber tapfer geschlagen und soll es jetzt bei uns weiterhin gut haben, um gross und stark zu werden!
Da wirkt die praktisch gleichaltrige anthrazit-farbene Häsin doch sehr viel robuster, oder? Sind die drei nicht einfach zum Knuddeln? Und die haben das auch noch gern ;-)
Warum die Tierchen so strubbelig aussehen? Das hat einen ganz einfachen Grund: Ursula hat sie freundlicherweise gleich noch geschoren. Das Babyhaar sei (anders als bei Schafen, Alpacas usw.) höchstens zum Filzen zu gebrauchen. Aber ich habe sie natürlich mitgenommen, damit ich gleich etwas auszuprobieren habe, sobald ich mich wieder etwas besser fühle.
Dazu hat sie mir noch einen Beutel voller "erwachsener" Satin-Angora-Wolle mitgegeben. So kann ich schon mal ein wenig spinnen und sehen, wie ich mit dieser wunderbar weichen, seidigen Faser zurechtkomme. Diese Wolle ist einfach ein Traum!Und ja, ich geb's ja zu: Die knapp fünf Stunden Autofahrt (Hin- und Rückweg) waren vermutlich einfach zu viel für mich, deshalb vielleicht auch meine nächtlichen Beschwerden...
Schwierige Nacht...
Es ist doch seltsam, was diese Krankheit und ihre Begleiterscheinungen so mit einem/einer anstellen. Mal abgesehen von der unmittelbaren Bedrohung. Es geht mir vieles durch Kopf und Herz; manchmal bin ich beunruhigt, dann wieder fasziniert über die unerwarteten Veränderungen, die mir das Leben mit dieser Zäsur aufzwingt.
Zu schaffen macht mir im Moment vor allem der Port-a-Cath, der mir am vergangenen Mittwoch eingesetzt worden war. Lege ich mich hin, schmerzt in Rückenlage jeder Herzschlag. Seitenlage ist nicht möglich - links stört der Port, rechts fehlt die halbe Brust (die Wundhöhle schmerzt immer noch). Also ruhe ich halb sitzend, rutsche immer tiefer, bis ich nach einigen Stunden schliesslich doch liege - und so kann ich dann endlich einschlafen. Im besten Fall. Sonst immerhin mehr oder weniger schmerzfrei liegen.
Beim Aufstehen dasselbe umgekehrt. Stehe ich einfach auf, schmerzt mein linker Arm bis ins Handgelenk, das Atmen fällt schwer und ist schmerzhaft (und eben - das Reden auch). Es dauert, bis der Körper und der Port sich wieder an die vertikale Position gewöhnt haben. Bis es soweit ist, kann ich gerade mal einen Tee machen, alles andere wäre zuviel.
So sitze ich eben herum und lese oder stricke, bis ich mich einigermassen wohl fühle, gehe dann die Tiere füttern, ruhe mich wieder aus... Das klingt alles sehr beschaulich, ist aber extrem kräfteraubend. Hä ja, ich habe ja schliesslich nicht nur einen Schnupfen ;-)
Leider musste ich einen für heute erwarteten Besuch absagen, weil ich einfach nicht schlafen konnte und mich auf wirklich mühsame Art durch die Nacht plagte. Unterdessen geht es besser; morgen soll ich die erste Chemotherapie erhalten. Ich kann nur hoffen, dass mit dem Port wirklich alles in Ordnung ist...
Zu schaffen macht mir im Moment vor allem der Port-a-Cath, der mir am vergangenen Mittwoch eingesetzt worden war. Lege ich mich hin, schmerzt in Rückenlage jeder Herzschlag. Seitenlage ist nicht möglich - links stört der Port, rechts fehlt die halbe Brust (die Wundhöhle schmerzt immer noch). Also ruhe ich halb sitzend, rutsche immer tiefer, bis ich nach einigen Stunden schliesslich doch liege - und so kann ich dann endlich einschlafen. Im besten Fall. Sonst immerhin mehr oder weniger schmerzfrei liegen.
Beim Aufstehen dasselbe umgekehrt. Stehe ich einfach auf, schmerzt mein linker Arm bis ins Handgelenk, das Atmen fällt schwer und ist schmerzhaft (und eben - das Reden auch). Es dauert, bis der Körper und der Port sich wieder an die vertikale Position gewöhnt haben. Bis es soweit ist, kann ich gerade mal einen Tee machen, alles andere wäre zuviel.
So sitze ich eben herum und lese oder stricke, bis ich mich einigermassen wohl fühle, gehe dann die Tiere füttern, ruhe mich wieder aus... Das klingt alles sehr beschaulich, ist aber extrem kräfteraubend. Hä ja, ich habe ja schliesslich nicht nur einen Schnupfen ;-)
Leider musste ich einen für heute erwarteten Besuch absagen, weil ich einfach nicht schlafen konnte und mich auf wirklich mühsame Art durch die Nacht plagte. Unterdessen geht es besser; morgen soll ich die erste Chemotherapie erhalten. Ich kann nur hoffen, dass mit dem Port wirklich alles in Ordnung ist...
Donnerstag, 18. Juni 2009
Der Port ist drin...
Als ich gestern aus der Narkose erwachte, fühlte ich mich eigentlich ganz gut, dämmerte friedlich vor mich hin und freute mich darauf, bald wieder daheim zu sein.
Bis dann nacheinander der Anästhesist, der Herzchirurg (!) und die Onkologin bei mir vorbeischauten und so besorgte Mienen machten. Offenbar sind bei mir die Verhältnisse im Schlüsselbeinbereich dermassen eng (mit all den Gefässen und Nerven, die sich in dieser Gegend befinden), dass das Einlegen des Ports mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden war. Die an sich kleine Operation dauerte deshalb rund zweieinhalb Stunden ... und ich habe nicht einmal etwas davon gemerkt!
Das sicherheitshalber angefertigte Röntgenbild ergab dann glücklicherweise, dass der Port korrekt liegt. Die heftigen Schmerzen machten sich erst bemerkbar, als ich vor dem Röntgenapparat stand und "tief einatmen und die Luft anhalten" sollte. Oh je - mir wurde schwarz vor den Augen, ich taumelte - und schon lag ich wieder im Bett! Ein Wunder, dass aus dem Bild überhaupt etwas geworden ist, was sehr für das Können der Radiologin spricht, die besonnen noch auslöste, bevor mich die Ohnmacht umfing! Nun ist die Aufnahme zwar "schief", aber das Wesentliche ist sichtbar ... pffff!
Aufgrund der Komplikationen hätte ich die Nacht eigentlich im Spital verbringen sollen. Aber ich wollte so dringend nach Hause, dass man mir das Versprechen abnahm, mich umgehend zu melden, falls die Schmerzen schlimmer würden, und mich schliesslich gehen liess.
Die Nacht überstand ich dank der umsichtigen Pflege meines Liebsten und gelegentlich einer gehörigen Portion Novalgin. Das Atmen tut immer noch weh, und auch das Sprechen fällt schwer ... macht nichts, so kommt ausnahmsweise auch mal jemand anders zu Wort ;-)
Trotz des schönen Wetters werde ich den Tag wohl gemütlich auf dem Kanapee verbringen, ein wenig lesen, ein wenig stricken, dann wieder dösen ... und morgen werde ich mich bestimmt schon sehr viel besser fühlen!
Bis dann nacheinander der Anästhesist, der Herzchirurg (!) und die Onkologin bei mir vorbeischauten und so besorgte Mienen machten. Offenbar sind bei mir die Verhältnisse im Schlüsselbeinbereich dermassen eng (mit all den Gefässen und Nerven, die sich in dieser Gegend befinden), dass das Einlegen des Ports mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden war. Die an sich kleine Operation dauerte deshalb rund zweieinhalb Stunden ... und ich habe nicht einmal etwas davon gemerkt!
Das sicherheitshalber angefertigte Röntgenbild ergab dann glücklicherweise, dass der Port korrekt liegt. Die heftigen Schmerzen machten sich erst bemerkbar, als ich vor dem Röntgenapparat stand und "tief einatmen und die Luft anhalten" sollte. Oh je - mir wurde schwarz vor den Augen, ich taumelte - und schon lag ich wieder im Bett! Ein Wunder, dass aus dem Bild überhaupt etwas geworden ist, was sehr für das Können der Radiologin spricht, die besonnen noch auslöste, bevor mich die Ohnmacht umfing! Nun ist die Aufnahme zwar "schief", aber das Wesentliche ist sichtbar ... pffff!
Aufgrund der Komplikationen hätte ich die Nacht eigentlich im Spital verbringen sollen. Aber ich wollte so dringend nach Hause, dass man mir das Versprechen abnahm, mich umgehend zu melden, falls die Schmerzen schlimmer würden, und mich schliesslich gehen liess.
Die Nacht überstand ich dank der umsichtigen Pflege meines Liebsten und gelegentlich einer gehörigen Portion Novalgin. Das Atmen tut immer noch weh, und auch das Sprechen fällt schwer ... macht nichts, so kommt ausnahmsweise auch mal jemand anders zu Wort ;-)
Trotz des schönen Wetters werde ich den Tag wohl gemütlich auf dem Kanapee verbringen, ein wenig lesen, ein wenig stricken, dann wieder dösen ... und morgen werde ich mich bestimmt schon sehr viel besser fühlen!
Dienstag, 16. Juni 2009
Morgen wird der Port eingesetzt
Morgen werde ich den ersten konkreten Schritt in Richtung Chemotherapie gehen.
Ich muss nochmals in Spital, wo mir unter einer Kurznarkose der Port für die Chemo eingesetzt werden soll. Es handelt sich dabei um einen dauerhaften Zugang, der unter dem linken Schlüsselbein eingeführt und direkt in eine herznahe Vene platziert wird. Er dient dazu, mir während der sechs Zyklen die jeweiligen Substanzen zu verabreichen, ohne dass jedesmal wieder eine Vene angestochen werden muss.
Da die Gefässe während der Therapie sozusagen morbide zu werden pflegen, ist das eine gute und schonende Methode, und ich bin sehr froh, davon profitieren zu können. Aber es macht mir natürlich auch wieder unmissverständlich bewusst, dass dies alles nicht nur ein böser Traum ist...
Nun, was soll's, wirklich vergessen kann ich das ja sowieso nicht, auch wenn ich mich nach Kräften abzulenken versuche.
A propos Ablenkung: Schaut mal, was für herrliche weisse Rosen in unserem Garten blühen!
Und welch herrlich süssen Erdbeeren reifen - morgen Abend gibt's das erste Birchermüesli mit eigenen Erdbeeren, selbstverständlich mit viel Schlagrahm! Mmmmhh, da freue ich mich drauf!
Ich muss nochmals in Spital, wo mir unter einer Kurznarkose der Port für die Chemo eingesetzt werden soll. Es handelt sich dabei um einen dauerhaften Zugang, der unter dem linken Schlüsselbein eingeführt und direkt in eine herznahe Vene platziert wird. Er dient dazu, mir während der sechs Zyklen die jeweiligen Substanzen zu verabreichen, ohne dass jedesmal wieder eine Vene angestochen werden muss.
Da die Gefässe während der Therapie sozusagen morbide zu werden pflegen, ist das eine gute und schonende Methode, und ich bin sehr froh, davon profitieren zu können. Aber es macht mir natürlich auch wieder unmissverständlich bewusst, dass dies alles nicht nur ein böser Traum ist...
Nun, was soll's, wirklich vergessen kann ich das ja sowieso nicht, auch wenn ich mich nach Kräften abzulenken versuche.
A propos Ablenkung: Schaut mal, was für herrliche weisse Rosen in unserem Garten blühen!
Und welch herrlich süssen Erdbeeren reifen - morgen Abend gibt's das erste Birchermüesli mit eigenen Erdbeeren, selbstverständlich mit viel Schlagrahm! Mmmmhh, da freue ich mich drauf!
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