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Mittwoch, 29. Februar 2012

Manchmal ist Mama müde …

Im Zusammenhang mit meiner Mitgliedschaft im Brustkrebs-Forum und bei Brustkrebs - Wissen hilft weiter lerne ich immer wieder junge Frauen und Mütter mit Brustkrebs kennen. Einmal abgesehen davon, dass eine solche Diagnose für alle betroffenen Frauen eine mittlere Katastrophe darstellt, stehen Mütter vor der schwierigen Frage: „Wie sag ich’s meinem Kind, meinen Kindern? Was und wie viel kann ich ihnen zumuten?“

Das ist eine veritable Gratwanderung; einerseits verstehen Mädchen und Buben sehr schnell, dass etwas nicht stimmt. Sie spüren, es liegt Beängstigendes in der Luft, haben aber keine Vorstellung davon, worum es geht. Kinder jeden Alters brauchen deshalb Erklärungen, und zwar möglichst schon, bevor Mama im Krankenhaus liegt und operiert werden muss, oder die Nebenwirkungen einer Chemotherapie – wie Haarausfall, Übelkeit, Erschöpfung – die sonst doch so fröhliche Mutter in die Knie zwingen. Zu schweigen und zu hoffen, das gehe schon „irgendwie“, ist keinesfalls eine Option.

Für Eltern ist dies eine enorme Herausforderung: Einerseits hat die Diagnose Brustkrebs ihr eigenes Leben komplett auf den Kopf gestellt, und sie möchten sowohl die Erkrankung selbst als auch die notwendigen Therapien so schnell und so positiv wie möglich angehen. Andererseits ist Krebs immer eine massive Bedrohung, die zwar nicht dramatisiert, aber auch nicht verniedlicht werden soll.

Für von Brustkrebs betroffene Eltern mit Kindern im Alter von zwei bis acht Jahren ist kürzlich ein Büchlein erschienen, das viel zur Bewältigung dieser Aufgabe beitragen kann: „Manchmal ist Mama müde. Ein Kinderbuch zum Thema Brustkrebs“ hilft dabei, das Unfassbare in kindgerechte Worte zu bringen, sodass Kinder die Erkrankung ihrer Mutter besser verstehen können. Mithilfe ansprechender Bilder erzählt das Buch die Geschichte von Lulu und ihrer an Brustkrebs erkrankten Mutter.

Es behandelt hauptsächlich die Auswirkungen der mütterlichen Erkrankung resp. der Therapiefolgen auf Kinder, zum Beispiel lernt die kleine Lulu die Müdigkeit ihrer Mutter zu begreifen: Mama hat keine Lust mehr zu spielen, weil ihr Körper so viel Kraft braucht, um sich gegen den Krebs zu wehren. Manchmal ist Lulu aber einfach nur wütend auf den blöden Krebs – auch diese Gefühle sind nachvollziehbar geschildert und hervorragend illustriert.

Ebenso wie die Krankheit selbst kommt das veränderte Aussehen der Mutter nach der Entfernung der kranken Brust oder dem unvermeidlichen Haarausfall zwar zur Sprache, allerdings eher nebenbei – was den Bedürfnissen kleinerer Kinder entgegenkommt. Das Büchlein skizziert verschiedene sinnvolle Bewältigungsstrategien wie beispielsweise die Schaffung eines geschützten Raums in Form einer „krebsfreien Zone“ in der Wohnung, wo nicht über die Krankheit gesprochen wird.

Sehr berührend thematisiert das Buch diffuse Kinderängste – nein, die Krankheit ändert nichts an Mamas Liebe für Lulu! Auch dann nicht, wenn sie ins Spital oder zur Chemotherapie muss und kaum mehr Energie hat, sich ihrer Tochter aktiv zuzuwenden. Wie das weitere Umfeld – Ehemann resp. Vater, Grosseltern usw. – Lulu dabei unterstützen kann, mit Mamas Erkrankung zurechtzukommen, zeigt das Büchlein auf sympathische Art.

Mit diesem Kinderbuch stellen die Autorinnen Anne-Christine Loschnigg-Barman und Judith Alder vom Thema Brustkrebs betroffenen Eltern, Paten, Grosseltern usw. ein Hilfsmittel zur Verfügung, welches das Gespräch mit Kindern über diese Krankheit erheblich erleichtert.

Mir gefällt die unbefangene Art, wie Dinge in diesem kleinen Buch beim (richtigen!) Namen benannt werden. Sowohl die Texte als auch die Illustrationen sind einfühlsam und nachvollziehbar gestaltet und fördern zweifellos das kindliche Verständnis für an Brustkrebs erkrankte Mütter. Ohne zu viel verraten zu wollen: Allein schon aus den letzten zwei Doppelseiten lassen sich Mut und Hoffnung schöpfen! Ein rundum gelungenes kleines (Kunst-)Werk!

Anne-Christine Loschnigg-Barman/Judith Alder:
Manchmal ist Mama müde. Ein Kinderbuch zum Thema Brustkrebs.
ISBN 978-3-03754-061-9
EMH Schweizerischer Ärzteverlag (www.emh.ch); Basel 2011.

Mittwoch, 4. Januar 2012

Narbenwucherung...

Buchstäblich Ende letzten Jahres fiel mir auf, dass sich in der Axilla-Naht (von der OP Ende November) ein etwa erbsgrosser, schmerzhafter Knubbel gebildet hat. Ich hatte den Verdacht, dass sich da womöglich etwas entzündet hatte; meine Hausärztin war derselben Meinung und verschrieb mir Antibiotika (Salbe und Tabletten). Das half aber leider nichts...

Nachdem heute anlässlich meines Termins für die Mistelinfusion sowohl die Chirurgin als auch der Onkologe diese Narbe begutachtet haben, bekam ich folgenden Bescheid: Es soll sich um eine (bis jetzt) gutartige Narbenwucherung handeln, die nun alle vier Wochen kontrolliert und geschallt werden soll. Es bestehe ein Risiko, dass die Wucherung entarte, deshalb die engmaschige Überwachung... Morgen soll ich für den ersten Ultraschall nochmals vorbeigehen.

Ich meine, ich bin ja froh, dass das Problem ernstgenommen wird, aber so langsam habe ich genug von all den Kontrollen, Sonografien usw. Ich möchte einfach mal wieder Ruhe haben :-/

Irgendwie befinde ich mich wohl im falschen Film - erst die OP, um möglicherweise bösartige Knoten, die aber glücklicherweise gutartig waren, zu entfernen - und jetzt als Folge davon eine gutartige Wucherung, die aber möglicherweise bösartig werden könnte? Es ist einfach absurd...

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Alles im grünen Bereich...

Auf dem Heimweg war es nass und kalt, aber plötzlich stand da ein Regenbogen - war gar nicht so einfach, den während der Fahrt und durch die Windschutzscheibe zu fotografieren, und dann auch noch mit dem Handy ;-)
Die Zeit im Krankenhaus schien überhaupt nicht vergehen zu wollen... Seit vorgestern Nachmittag bin ich endlich wieder zuhause; rechtzeitig vor dem Spitalaustritt traf sogar noch der histologische Befund ein: Alle vier Exzisate sind "ohne Anhaltspunkt auf Malignität" - d.h. sie sind gutartig! Welche Erleichterung!

Die Operation und auch der Heilungsprozess verliefen zunächst gut und problemlos. Aber nach rund vierzig Stunden platzte in der operierten Brust ein Gefäss; das ins Gewebe sickernde Blut verursachte sehr schnell eine erhebliche, äusserst schmerzhafte Schwellung. Nicht einmal Morphiumspritzen vermochten diesen Schmerz zu lindern - ich hatte innert kürzester Zeit das Gefühl, die Brust würde gleich platzen. Die diensthabende Ärztin rief das OP-Team zusammen; in aller Herrgottsfrühe wurde ich durch eine Notoperation von meiner Pein erlöst. Noch nie war ich so dankbar, mich in eine Narkose fallen lassen zu dürfen...

Es wurden weit über 300 ml Blut und Koagel aus der Wundhöhle der vorangegangenen OP und dem umliegenden Gewebe entfernt. Unterdessen schillert meine Brust in allen Farben, auch ist sie noch sehr geschwollen. Und die Folgen von zwei Vollnarkosen innerhalb von zwei Tagen, wollen auch erstmal weggesteckt sein. Aber das wird schon wieder!

Ich bin den umsichtigen Ärztinnen und den engagierten Pflegenden der gynäkologischen Station im Paracelsus-Spital sehr dankbar für die kompetente Behandlung, die liebevolle Pflege und die menschliche Wärme, die sie mir während meines Aufenthalts dort geschenkt haben!
Und dies ist der Ausblick vom Spital Richtung Zürichsee, aufgenommen nach der OP-Besprechung Ende Oktober. In solcher Umgebung muss man ja gesund werden, oder?

P.S.:
Natürlich bin ich nicht selbst gefahren - mein Liebster hat mich vom Krankenhaus abgeholt. Sonst hätte ich doch während der Fahrt gar nicht fotografieren können...

Sonntag, 27. November 2011

Es ist, wie es ist...

Seit einiger Zeit weiss ich, dass in meiner operierten Brust wieder etwas wächst. Leider an einer ganz dummen Stelle, wo man keine Biopsie machen konnte. Also musste ich halt zur Mammografie, auch ein Ultraschall wurde gleich gemacht.

Um es kurz zu machen: Da sind ein Knoten 8x13 mm und ein 4-mm-Knötchen, beide unklarer Beschaffenheit. Also weder eindeutig bösartig, aber auch nicht klar gutartig. Dazu wurde noch ein verkalktes Fibroadenom gefunden - wenigstens das ist sicher gutartig. Nach reiflicher Überlegung und verschiedenen Gesprächen mit meiner Gynäkologin, der Onkologin und meinen Lieben haben wir beschlossen, dass die Dinger rausmüssen! Nachdem mein erster Tumor von extremer Aggressivität war (staging G3), wäre das Risiko, abzuwarten und womöglich etwas zu verschleppen, einfach zu gross.

Morgen werde ich ins Krankenhaus eintreten, übermorgen erfolgt die Operation. Und danach heisst es, auf den histologischen Befund warten. Ich hoffe sehr, dass sich in meiner Brust weder Metastasen noch Rezidive oder eine Neuerkrankung entwickelt haben, sondern einfach nur harmlose Fettklümpchen, entzündete Lymphknoten oder was weiss ich...

Immerhin: Ich hatte zweieinhalb Jahre Ruhe; das ist mehr, als manchen anderen vergönnt ist! Und es besteht berechtigte Hoffnung, dass es sich um gutartige Gewächse handelt. Aber ein wenig flau ist mir jetzt schon...

Cinema for Life

Heute war ich zu einem besonderen Anlass eingeladen: Im Stage One in Zürich-Oerlikon fand zum vierten Mal Cinema for Life statt, eine Veranstaltung von Schweizer Film-, Musik- und Theaterschaffenden für Krebskranke und ihre Angehörigen.
Erika Rusterholz, Gründerin und Präsidentin des Vereins Brustkrebs - Wissen hilft weiter, hat mich auf diese Veranstaltung aufmerksam gemacht. Sie ist eine unglaublich positive Person und hat als eine der ersten Frauen mit Brustkrebs den Schritt an die Öffentlichkeit gewagt; in ihrem Blog erzählt sie von ihrem Weg mit dieser Krankheit vom Tag der Diagnose bis heute.
Patrick Frey, Mark Sway, Mona Petri, Hanspeter Müller-Drossaart, Birgit Steinegger, Marco Rima, Elisabeth Schnell, Kenneth Huber, Katy Karrenbauer und viele andere sorgten mit ihren Darbietungen für Lacher im Publikum... (Fast) alles, was Rang und Namen hat in der Schweizer Musikbranche, Theater oder Filmschaffen, trat hier mit einem Beitrag zur beginnenden Adventszeit auf - besinnlich, lustig, komisch und schlicht grossartig!
Vera Kaa begeisterte das Publikum mit ihren luftig-leichten und doch tiefgründigen Chansons; Chris & Mike rissen das Publikum mit hinreissendem Piano-Rock von den Stühlen.
All that Jazz auf Schwiizer-Düütsch war eine besondere Delikatesse!
Nik Hartmann und Isabella Schmid führten charmant und witzig durch das Programm. Es waren herrliche Stunden, die Kranken und ihren Angehörigen ein Lachen ins Gesicht zauberten und bestimmt in guter Erinnerung bleiben werden.

Samstag, 12. März 2011

Alles im grünen Bereich!

Am Mittwoch hatte ich Nachsorge-Termin. Ich muss zugeben, dass meine Knie schlotterten, aber ich gab mich ganz cool, beantwortete die Fragen der Ärztin. liess mich abtasten - und das war's dann auch schon... "Alles in Ordnung bei Ihnen!", meinte sie lächelnd; nun habe ich wieder für drei Monate Ruhe.

Kurz darauf bin ich (wieder einmal hier) auf diese 10 Gebote gestossen:


1. Du sollst dich wegen deiner Krankheit nicht minderwertig fühlen.
2. Du sollst einen beschwerdefreien Tag genießen.
3. Du sollst nicht glauben, dass du schuld an deiner Krankheit bist.
4. Du sollst ohne schlechtes Gewissen egoistisch sein dürfen.
5. Du sollst auch jammern dürfen.
6. Du sollst nicht verzweifeln.
7. Du sollst einem Arzt nicht alles glauben.
8. Du sollst dich des Lebens erfreuen.
9. Du sollst dich nicht aufgeben.
10. Du sollst an deine Genesung glauben.

Das will ich mir immer mal wieder vor Augen führen, wenn meine Angst mit mir durchzugehen droht wie eine Herde wildgewordener Rinder ;-) Ist doch gut, dass sich immer wieder jemand die Mühe macht, solch mutmachende Worte aufzuschreiben...

Dienstag, 1. März 2011

Sie hat recht...

Dieses Zitat habe ich bei DreamsAndMe gefunden, und ich finde, es trifft meine grundsätzliche Haltung gegenüber den alltäglichen Widrigkeiten des Lebens ganz gut:

So ist das Leben und so muss man es nehmen,
tapfer, unverzagt und lächelnd - trotz alledem.
(Rosa Luxemburg)

Das gelingt mir mal besser, mal weniger gut, aber im Augenblick bin ich zufrieden. Seit meiner Erkrankung machen mir immer mal wieder düstere Gedanken zu schaffen: Nächste Woche muss ich wieder zur Nachsorge, und da machen sich schon Befürchtungen bemerkbar.

Sie zu ignorieren, wäre unklug - immerhin wurde mein Rückfallrisiko als hoch eingestuft; ein negativer Bescheid liegt also durchaus im Bereich des Möglichen. Ich beschäftige mich nicht dauernd mit dieser Option, aber die Augen davor zu verschliessen hilft auch nicht weiter.

Trotzdem hoffe ich tapfer, unverzagt und lächelnd auf einen guten Befund; die Tage bis dahin werde ich auch noch irgendwie überstehen. ;-)

Donnerstag, 19. August 2010

Erleichtert!

Heute war mein zweiter Nachsorge-Termin nach dem Abschluss aller Therapien, die dem Brustkrebs hoffentlich den Garaus gemacht haben. Ich bin sooo erleichtert: Alles im grünen Bereich, kein Anlass zur Beunruhigung! Nun habe ich wieder drei Monate Ruhe.

Schon vor der ersten Kontroll-Untersuchung im Mai war ich dermassen nervös, dass ich an nichts anderes mehr denken konnte. Und dieses Mal war es auch nicht viel besser. Hm! Mir scheint, mit Vernunft und Logik allein komme ich diesem Problem nicht bei...

Es ist wirklich eine Herausforderung, mit dem Gefühl leben zu lernen, dass man dem eigenen Körper nicht mehr richtig trauen kann. Es gibt in gewisser Hinsicht einfach keine Sicherheit mehr.

Der Blick in die Zukunft ist manchmal beängstigend, meistens aber hoffnungsvoll. Nach Diagnose, OP und Chemo- sowie Strahlentherapie braucht es einfach Zeit, mit dem neuen Körper(-gefühl), meinem veränderten Aussehen und auch mit einigen revidierten Lebenseinstellungen wirklich vertraut zu werden - und nicht mehr bei fast jedem Wehwehchen gleich an Metastasen oder Rezidive zu denken.

Angst ist eine normale Reaktion auf das Trauma (Brust-)Krebs; darüber reden zu können, ist unerlässlich und hilft mir dabei, meine Befürchtungen auf "Lebensgrösse" zurechtzustutzen ;-) Damit meine ich nicht ein dumbes "das wird schon alles wieder gut!", sondern eine reflektierte Haltung - ich weiss zwar, was geschehen kann, lasse aber nicht zu, dass dieses Wissen mein ganzes Lebensgefühl beherrscht.

Das Leben an sich hat einen anderen Wert gewonnen; ich lerne Dinge zu schätzen, die ich "vorher" für selbstverständlich hielt, und gelange zur Einsicht, dass manches, worüber ich mich total aufregen konnte, den gefühls- und kräftemässigen Aufwand eigentlich nicht wert ist.

Wohl verstanden: Das sind Prozesse, der Weg aus der Angst gelingt nicht von heute auf morgen! Geduldig mit mir selbst zu sein und meine Liebsten um Geduld und Verständnis für die besondere Lebenssituation zu bitten, gehört dazu.

Samstag, 29. Mai 2010

Ein Jahr...

Heute vor einem Jahr bin ich operiert worden! Irgendwie kann ich kaum glauben, dass seit der Brustkrebs-Diagnose und der Operation schon ein ganzes Jahr vergangen sein soll. Als Mit-Betroffene mir damals sagten, dass die Chemo- und Bestrahlungs-Zeit schnell vergehen werde, konnte ich das gar nicht glauben, aber jetzt ... ;-)

Vor rund zwei Wochen habe ich die Resultate meiner ersten Nachsorge-Untersuchungen erhalten - alles im grünen Bereich! Ich bin sehr erleichtert, die Angst sass mir doch recht spürbar im Nacken. Nun habe ich bis zu den nächsten Tests in drei Monaten Ruhe, und die kann ich ganz gut brauchen. Was mir nämlich immer noch zu schaffen macht, ist das sogenannte Fatigue-Syndrom, d.h. ich bin müde, müde, müde...

Mitte Mai habe ich mein Mini-Pensum (10%) im Verlag wieder aufgenommen, und es macht mir richtig Freude, endlich wieder in anderer Leute Manuskripten herumfuhrwerken zu können! Ich habe aber auch wirklich Glück! Vor zwölf Jahren habe ich dort zu arbeiten begonnen, d.h., hätte ich dort zu arbeiten anfangen sollen. Dann kamen aus heiterem Himmel meine zwei Rücken-OPs - und man hat mir den Job die ganze Zeit über warmgehalten! Später kamen Bauchtumoren, Darmverschlüsse, Schulter-OP und neurologische Probleme dazu, ich musste mein Pensum immer mehr reduzieren -aber nach jedem gesundheitlichen Tiefschlag durfte ich wieder dort arbeiten!

Vor einem Jahr dann auch noch der Brustkrebs; es waren wirklich harte Zeiten, und ich brauch(t)e lange, um mich davon auch nur einigermassen zu erholen. Letzten Sommer kam sogar einmal die ganze Belegschaft, um meinen Garten zu jäten, stellt euch das vor! Und die ganze Zeit fragten sie nach meinem Befinden, ob man irgendwie helfen könne, oder sie erzählten mir davon, was im Verlag so läuft, obwohl ich mit meinem Chemo-Brain kaum aufnahmefähig war.

Ist das nicht grossartig? Ich wollte diese schöne Erfahrung auch mit euch teilen - ihr habt euch während der langen Chemo-/Bestrahlungsmonate so oft anhören müssen, wie schlecht es mir ging. Ihr habt die ganze Zeit so liebevoll und geduldig hier weitergelesen und mir ermutigende Kommentare geschickt...

Nun fühle ich mich wirklich viel besser, und ich weiss, ihr freut euch auch mit mir!

Samstag, 20. März 2010

Brustkrebs-Vorsorge

Einfach, damit es nicht vergessen geht - ein wirklich witziges Video, das an die Vorsorgeuntersuchung erinnert. Bevor es zu spät ist!



Denn in diesem Fall stimmt es tatsächlich: Vorsorgen ist besser als heilen!

Montag, 15. März 2010

Auf Tauchstation

Ich bin froh, dass meine Therapien beendet sind. Und doch - kann mir jemand sagen, warum ich mich nun so ... leer ... fühle? So orientierungslos? Ich habe irgendwie überhaupt keine Pläne, bin saft- und kraftlos.

Ich müsste doch jubeln jetzt, Pläne machen usw. Aber da ist ... nichts! Ausser dieser bleiernen Müdigkeit. Wieso schaffe ich es nicht, jetzt einfach froh und zufrieden zu sein? Ja klar, da ist immer noch die verbrannte Haut der bestrahlten Brust, die Fingerspitzen sind von der Chemo immer noch taub. Aber die Haare fangen wieder an zu wachsen; sehr spärlich zwar noch, aber immerhin. Und mit dem Stricken klappt's doch auch wieder ganz gut.

Seltsames geschieht mit mir. Ich hätte mit allem gerechnet, aber nicht mit dieser inneren Leere jetzt, wo die Behandlungen abgeschlossen sind. Ich habe nicht die geringste Energie, schon der Gedanke, etwas Grösseres anzupacken macht mich einfach nur müde. Ich sollte doch froh, glücklich und zufrieden sein, aber nein, mir kommen beim geringsten Anlass die Tränen. Bin mimosenhaft, habe kaum einen Blick für alles Gute, das mich umgibt.

Ich bin dankbar dafür, dass ein gnädiges Schicksal mich in einem Land leben lässt, wo es für eine Krankheit wie Brustkrebs Behandlungsmöglichkeiten gibt. Ich meine - wäre ich irgendwo draussen im Busch oder in der Wüste zur Welt gekommen, vielleicht in Afrika oder in der Mongolei, dann würde ich an meinem Brustkrebs einfach sterben und es würde niemanden gross kümmern. Ich bin so privilegiert und weiss das auch zu schätzen, aber mein Innenleben kommt irgendwie nicht mit. Natürlich bin ich froh, dass ich nun (hoffentlich) das Kapitel "Brustkrebs" abschliessen kann, aber...

Oft lese ich im Brustkrebs-Forum die Geschichten von Frauen, die unglaublich schwere Wege gehen müssen, und dann schäme ich mich dafür, nicht einfach still und zufrieden zu sein. Was ist bloss los? Ich kenne mich gar nicht so! Ich bin völlig "z'under-obsi" und komme überhaupt nicht zurecht mit der neu gewonnenen Freiheit, nirgendwo hinzumüssen, keine Therapie, keine Arzttermine usw. Ich glaube, ich spinne...

Mittwoch, 10. März 2010

Geschafft!

Es ist kaum zu glauben - heute war ich zum letzten Mal zur Bestrahlung! Irgendwie kann ich noch gar nicht richtig fassen, dass ich morgen nicht wieder nach Zürich fahren muss ... dass ich morgen einfach zuhause bleiben kann. Und übermorgen auch!

Ich blicke zurück auf die vergangenen Wochen und Monate. Ich blicke zurück auf den Tag, als ich die Diagnose Brustkrebs bekam; auf die OP-Vorbereitungen und auf die Krankenhausaufenthalte. Die schwierige Zeit der Chemotherapie ist mir in fast allzu lebhafter Erinnerung. Und die letzten sieben Wochen mit den täglichen Fahrten nach Zürich zur Strahlentherapie waren wirklich sehr anstrengend.

Zehn Monate! Zehn Monate, geprägt von Operationen, Chemotherapien und Bestrahlungen - das liegt nun alles hinter mir! Auf der Heimfahrt spürte ich, wie die Spannung langsam nachliess. Eine bleierne Müdigkeit befiel mich. Ja - ich bin unsagbar müde und erschöpft jetzt.

Nun möchte ich mich einfach nur erholen in nächster Zeit. Schlafen, lesen, stricken, nähen, ein wenig aufräumen vielleicht ... und sonst gar nichts. Jetzt wird es stetig bergauf gehen, und irgendwann wird mich ein Energieschub packen - und dann geht's wieder los!

Dienstag, 16. Februar 2010

Halbzeit!

Heute bekam ich die 17. von insgesamt 25 Bestrahlungen - also Halbzeit, eher grosszügig gedacht ;-)

So langsam machen sich die Nebenwirkungen schon bemerkbar. Am unangenehmsten ist die Müdigkeit, die mir schwer wie Blei erscheint. Und die Schlaflosigkeit, die damit einhergeht - das klingt paradox, ich weiss. Aber diese Erfahrung machen viele Frauen während einer Strahlentherapie. Ich gehe allabendlich todmüde zu Bett, aber ... es schläft einfach nicht! Es ist nicht so, dass ich Gedankenkarussell führe, ich liege einfach nur da und schlafe nicht. Saublöd!

Dazu kommt eine unterdessen deutlich spürbare Reizung der bestrahlten Haut. In der Achselhöhle tut's jetzt richtig weh. Ich pflege die Haut so gut wie möglich, aber diese sonnenbrandähnliche Rötung ist offenbar gang und gäbe bei Radiotherapien, also lebe ich damit halt, bis es vorbei ist.

Ebenfalls störend sind die Schwitz-Attacken, die allerdings nicht eindeutig auf die Strahlentherapie zurückzuführen sind. Allerdings höre ich von Leidensgenossinnen Ähnliches. Vielleicht haben sie aber auch mit der wieder beginnenden Hormonproduktion zu tun, die war ja während der Chemo völlig lahmgelegt. Da ich vor der Operation noch als prä-menopausal getestet worden bin, könnte es sein, dass ich jetzt halt doch definitiv in die Wechseljahre komme (andere sind in meinem Alter schon damit fertig, gopf!). Und da gehören Wallungen wohl dazu, wenigstens in unseren Breitengraden.

Eine Nebenerscheinung der Chemo, das fehlende Geschmacksempfinden, scheint sich langsam zu normalisieren - es schmeckt endlich nicht mehr alles nach Sägemehl ;-) Und auch die Haare fangen zögerlich wieder zu spriessen an. Hellgrau mit dunklen Flecken ... ich sehe aus wie eine Hyäne, im Fall! Noch kann ich mich nicht ohne Kopftuch oder Perücke unter die Leute wagen, aber ich hoffe auf eine kecke Kurzhaarfrisur im Sommer! Leider sind Hände und Füsse immer noch taub; es kommt mir vor, als sei es sogar noch schlimmer geworden. Das ist sehr unangenehm und behindert mich auch.

Sonst geht es mir erstaunlich gut. Ich hatte von den Bestrahlungen und deren Nebenwirkungen viel Schlimmeres befürchtet. Ich hoffe nun, es gehe so weiter - noch 18 Bestrahlungstermine, dann habe ich es geschafft!

Montag, 1. Februar 2010

High-Tech-Medizin / Strahlentherapie

Vor einer Woche bekam ich meine erste Bestrahlung. Ich hatte noch keine Ahnung, wie so etwas abläuft, und war eigentlich kaum vorbereitet auf diese Art der High-Tech-Medizin. Letzte Woche ist meine Tochter einmal mitgekommen und hat Fotos gemacht. Auf dem Monitor sind die Berechnungen für die Bestrahlungs-Dosis und die Lagerung zu sehen. Die Sache mit der Lagerung ist eine ganz präzise Angelegenheit. Ich muss jedes Mal exakt gleich liegen; dazu dienen die Markierungen (Tattoos) auf der Haut, die anlässlich des Vermessungs-CTs vor Bestrahlungs-Beginn angebracht worden sind. Einerseits muss ich mich entsprechend hinlegen, dann "büschelen" mich die Pflegenden anhand von auf die Haut projizierten Leuchtlinien in die korrekte Position. Dann wird die Liege mittels Fernsteuerung millimetergenau ausgerichtet. Im Vordergrund ist die Liege zu sehen. In die blauen Halterungen werden die Arme gelegt, dazwischen ist die Kopfmulde. Das graue Gerät im Hintergrund spielt (neben mir) die Hauptrolle. Die Liege wird bis auf ca. 20 cm an den runden Teil herangehoben. Das Gerät dreht sich um die zu bestrahlende Person und wird genau auf die gewünschte Position eingestellt. Auf dem Bild ist nicht genau ersichtlich, wie gross diese Maschine ist, aber sie ist wirklich beeindruckend!

Die Bestrahlung selbst dauert nur wenige Minuten - das Einstellen und Ausrichten der Liege, des Geräts und meiner Wenigkeit nimmt bedeutend mehr Zeit in Anspruch. Nun hoffe ich und bin zuversichtlich, dass die Bestrahlungen auch den letzten eventuell noch vorhandenen Krebszellen den Rest geben werden!

Samstag, 23. Januar 2010

Immer noch haarlos

Ein neues Selbstportrait, zwar nicht ungeschminkt, aber unverdeckt ;-) So langsam habe ich mich an meine Glatze gewöhnt, ich finde sie eigentlich gar nicht mehr schlimm. Zu schaffen macht mir vielmehr, dass mir durch die Chemotherapie auch die Wimpern und Brauen ausgefallen sind - mein Gesicht wirkt ungeschminkt so konturlos. Deshalb habe ich mich in den letzten Monaten darin geübt, möglichst naturgetreu Augenbrauen und Wimpern zu faken, zu schminken eben (ich hatte ja schon im August einen Schminkkurs der Krebsliga besucht). Nachdem ich am 30. Dezember meine Chemotherapie abgeschlossen habe, bin ich nun zuversichtlich, dass meine Haare demnächst wieder spriessen werden. Tatsächlich spüre ich schon einen leichten Flaum, zart wie Babyhaare. Oh, wie wäre es schön, im Frühling/Sommer wieder eigene Haare zu haben und mich nicht mehr mit fremden "Federn" schmücken zu müssen...!

Aber zuerst steht mir nun noch die Radiotherapie bevor. Am Mittwoch war ich in Zürich zum Vermessungs-CT. Da wurde ganz exakt ausgemessen und mit wasserfestem Stift markiert, wie und wo genau ich bestrahlt werden muss. Am Montag beginnen die Bestrahlungen, und mir ist ziemlich mulmig zumute. Es wird wohl eine anstrengende Zeit - ich werde sieben Wochen lang täglich (Mo-Fr) nach Zürich fahren müssen. Aber nun bin ich schon so weit gekommen im Kampf gegen den Krebs, dass ich auch das noch schaffen werde!

Die drei Wochen Pause zwischen Chemo und Strahlentherapie hatte ich dringend nötig. Ich habe enorm viel geschlafen und sonst fast nur gelesen, etwas gestrickt und hin und wieder Spaziergänge unternommen. Nun fühle ich mich schon fast wieder wie ein Mensch ...

Sonntag, 10. Januar 2010

Alles geht ganz langsam...

Am 30. Dezember habe ich meine Chemotherapie hoffentlich definitiv abgeschlossen. Allerdings werden gewisse Nebenwirkungen in den kommenden Wochen eher noch zunehmen; aber immerhin hat das Nasenbluten schon deutlich nachgelassen - bin ich froh, das ist doch schon mal etwas!

Mehr Geduld werde ich mit meinen Händen und Füssen haben müssen, die unterdessen zu einem grossen Teil gefühllos sind. Ich schreibe diesen Post also sozusagen ohne jedes Fingerspitzengefühl ;-) Diese Polyneuropathie beeinträchtigt mich auch beim Schreiben von Hand und leider auch beim Stricken. Dennoch habe ich während der ganzen Zeit nie ganz mit Stricken aufgehört. Allerdings ist nichts mehr mit komplizierten Mustern - ich habe zwei Paar einfache Pulswärmer gestrickt. Ein Paar davon habe ich verschenkt, ohne es vorher zu fotografieren. Na ja, Chemo-Brain - macht ja nichts! Vom anderen Paar gibt's Fotos, sobald es fertig bestickt ist und meine Digicam wieder funktioniert, wie sie sollte... Aber sogar für so kleine Projekte wie Pulswärmer brauche ich vier- bis fünfmal länger als vor der Chemotherapie. Also habe ich nun etwas ganz Einfaches angefangen: ein Josefinentuch. Das wird einfach in kraus rechts gestrickt, wobei an der oberen Kante in jeder zweiten Reihe jeweils eine Masche zugenommen wird, was einen schrägen Musterverlauf ergibt. Die obere Kante misst unterdessen rund 70 cm - mal sehen, wie weit ich mit je 100 g bedruckter und schwarzer Sockenwolle komme.

Als Abschluss habe ich im Sinn, einen schwarzen Rüschenrand anzustricken, aber ich bin mir noch nicht sicher. Vorläufig stricke ich einfach so vor mich hin, ganz langsam!

Übermorgen fahre ich mit meiner Tochter für ein paar Tage nach Schladming (Österreich). Sie referiert dort an einem medizinischen Kongress, ich darf als Begleitperson mit und komme so zu einem Tapetenwechsel, der mir bestimmt gut tun wird. Ich freue mich sehr auf diesen Kurzurlaub, zumal ich von einer lieben Freundin noch einen Zustupf für einen Wellnesstag geschenkt bekommen habe! Ist das nicht toll?

Sonntag, 13. September 2009

So langsam ...

... tauche ich wieder auf. Die Nebenwirkungen der Chemo lassen nach; es braucht einfach jedes Mal viel Geduld. Noch spielt meine Körpertemperatur verrückt; sie bewegt sich zwischen 34,2°C bis 37,8°C - und das mehrmals täglich! Das schlaucht natürlich, aber immerhin mag ich wieder stricken ;-) Es ist zwar nur ein kleines Projekt, aber immerhin! Ich habe mir eine sogenannte ChemoCap gestrickt. Die Anleitung habe ich hier gefunden. Allerdings musste ich ziemlich viel umrechnen, weil die Maschenprobe kleiner war als angegeben. Ist aber trotzdem gut gelungen.Die Abnehmen am Oberkopf bilden einen 9zackigen Stern; ich finde, das sieht doch sehr raffiniert aus! Hier ist das Randmuster besonders gut zu erkennen. Verstrickt habe ich einen Rest Nachtburgunder von Ewas Sockenwolle, der von einem Paar Socken übriggeblieben war, und zwar auf einer 3-mm-Rundstricknadel. Und da ist immer noch genug von diesem Garn übrig, um mir daraus ein Paar passende Pulswärmerli stricken zu können...

Sonntag, 6. September 2009

Chemo-Blues

Das Wetter schöner als man es sich ausdenken könnte, der gestrige Tag ein Highlight - und heute war ich müde und erschöpft.

Die Mundschleimhaut schmerzt und die Schluckbeschwerden nehmen wieder zu. Ich bin einfach nur froh, dass die vier Zyklen Chemotherapie mit Epirubicin und Cyclophosphamid hinter mir liegen! Heute habe ich den ganzen Tag nur geschlafen - stundenlang. Einen speziellen Grund für meine Müdigkeit gibt es nicht, ausser der Chemotherapie, natürlich.

Ich mag es überhaupt nicht, wenn ich mich so saft- und kraftlos fühle. Mir ist, als wäre der Tag verloren - er geht vorbei, und alles, was ich gerne hätte machen wollen, bleibt liegen. Grmpf!

Donnerstag, 27. August 2009

Port-a-Cath und LaceFichu

Ich hätte ja nie gedacht, dass ich mit dem zweiten Lace-Fichu so schnell fertig würde. Die 900 Basis-Maschen für den Spitzenrand waren doch ziemlich ... na ja, imposant. Ich war auf eine lange (und mit der Zeit langweilige) Strickerei gefasst. Aber dann kam's ganz anders! Die Spitze des Fichus verkürzte mir die Wartestunden bei der Hausärztin (wo mir nicht gerade die besten Blutwerte attestiert wurden) und zwei Tage später im Paracelsus-Spital. Da waren die Blutwerte dann besser, dafür musste abgeklärt werden, ob mit meinem Port-a-Cath noch alles in Ordnung ist. Da hatte sich nach dem letzten Anstechen nämlich ein Knubbel gebildet, und das Gewebe rundherum ist sehr druckempfindlich.

Aber - welche Erleichterung! - der Port liegt perfekt, und der Knubbel ist nur ein kleines Granulom. Allerdings bilden sich rund um den Port Verwachsungen, die man im Auge behalten müsse. Die Schmerzen rühren möglicherweise daher, dass die Substanzen der Chemotherapie (Epirubicin und Cyclophosphamid) die Vene reizen. Ich hoffe, das Problem erledige sich bis am kommenden Mittwoch von selbst - sonst müsste für die Chemo ein peripherer Zugang gelegt werden... Aber genug damit - hier ist mein zweites Lace-Fichu, gestrickt aus handgefärbtem UruLace-Garn auf einer 3-mm-Rundstricknadel.

Weil das Garn sooo fein ist, musste ich das Mittelstück vergrössern, damit das Teil überhaupt um meinen Hals herum reicht ;-)

Donnerstag, 20. August 2009

Ein Schubs für die Leukozyten

Meine Leukozyten sind bedenklich tief, trotz Infektion - da sollten die sich doch eigentlich kräftig vermehren und die Bakterien bekämpfen, oder? Na ja, wegen der Chemotherapie tun meine das dummerweise nicht. Deshalb werde ich ab heute wieder Filgrastim spritzen müssen, das ist ein hämopoetischer Wachstumsfaktor (schöner Name, nicht wahr?), der die Bildung von weissen Blutkörperchen im Knochenmark anregen soll. Das bewirkte bei mir im letzten Chemozyklus heftige Knochenschmerzen, v.a. in den Schienbeinen, im Brustbein und seltsamerweise im Kiefer. Diese Schmerzen lassen sich mit gewöhnlichen Schmerzmitteln in Schach halten und beeindrucken mich deshalb nicht wirklich. Hauptsache, mein liebes Knochenmark macht seinen Job dank dieser Unterstützung gut und hilft meinen Leukozyten wieder auf die Sprünge!