In der Nacht hatte es geregnet, über den Himmel zogen noch Restwolken, und die Alpwiesen waren überwältigend grün.
Die Äste eines mächtigen Ahorns, moosig überwachsen und irgendwie märchenhaft. Und sehr grün!
Solange wir auf den ausgeschilderten Wegen wanderten, blieben unsere Füsse trocken. Und wir hatten Zeit, die Landschaft zu bestaunen. Und selbst der Baumstumpf wirkte irgendwie ... grün.
Wir gelangten zu einer Alphütte, wo wir uns aus dem Rucksack verpflegten. Die Weide war nach dem nächtlichen Regen geradezu unglaublich grün ;-) Ein Schild bei der Alpwirtschaft pries acht Sorten Yoghurt und frische Butter an. Käse hätten wir wohl gekauft, aber Butter im Rucksack? Yoghurt in der Hosentasche? Genüsslich verspiesen wir unseren Proviant und betrachteten den Aubrig mit Wolkenkappe ...
... und beschlossen dann, die Besteigung "meines" Hausbergs zu verschieben. Immerhin bin ich noch rekonvaleszent und fühlte mich angesichts der Distanz und der zu überwindenden Höhendifferenz leicht überfordert. ;-)
Also kraxelten wir "queralpein" und verbanden die Verschnaufpausen damit, Gräser und Blumen zu betrachten und zu werweissen, was das wohl sein könnte (kein Bergthymian!). Auf dem Grat stiessen wir wie erwartet auf den Wanderweg zurück zur Sattelegg.Nach insgesamt etwa vier Stunden setzten wir uns dankbar wieder ins Auto. Das war meine erste Wanderung nach meiner Krebserkrankung, Chemo- und Strahlentherapie. Fit bin ich ganz offensichtlich noch lange nicht, doch ich bin immerhin auf dem Weg dazu ... Zwar tat mir am Abend jedes noch so kleine Müskelchen weh, aber es war so schön, so herrlich, zu Fuss unterwegs zu sein in dieser wunderbaren Landschaft mit meiner ebenso wunderbaren und geduldigen Freundin!



























